Aaarrrgh, die Neunziger greifen an

Dinge, die ich im 21. Jahrhundert einfach nicht mehr führen möchte:

Nein, eine Mail reicht nicht, wir brauchen eine Unterschrift von Ihnen. Können Sie kein Fax schicken?

Küchentipps für Angeber

Wenn man diese dunklen HASS-Avocados ein paar Wochen gut belüftet in der Küche herumliegen lässt, sehen sie bald aus wie schwarze Trüffel. Nur halt wesentlich preiswerter!

Große Ereignisse im Feedreader profan verpackt.

heiraten_kalendereintrag

Stromspar-Profi

“Sind Sie ein Stromspar-Profi?” fragt SPON heute und will dem Vebraucher/Leser mit ein paar Fragen helfen, den ab dem nächsten Jahr steigenden Strompreisen paroli zu bieten. Klar, probiere ich mal, und schaue die erste Frage an:

stromsparprofi

Ähem. Wieso oder? Vielleicht sollte ich doch besser Rücklagen bilden als den Fragebogen ausfüllen.

Gen Peking!

Heute ist ein wunderbarer Tag, um Asien zu erobern. Alle Asiaten sind heute in Düsseldorf auf der Medica. So voll, wie der Zug heute morgen war, kann keiner von denen zu Hause geblieben sein, um auf den Kontinent aufzupassen.

Identitity Farming leicht gemacht

Wer sich immer schonmal eine neue Identität zulegen wollte, kann das jetzt recht einfach und schnell erledigen, zumindest, wenn man in Düsseldorf geboren wurde. Es ist nicht mehr nötig als ein paar Photoshop Kenntnisse und ein Besuch beim Standesamt in Düsseldorf. Und das ganze geht so:

Der Ablauf zur Beglaubigung einer Geburtsurkunde funktioniert dort so, dass man zuerst bei einem der Mitarbeiter aus der Registratur sein Anliegen vorbringt. Dann authentifiziert man sich mit seinem Ausweis und erhält nach ein paar Minuten die fotokopierte Urkunde ausgehändigt. Dann geht man in den Kassenraum, wo man die Verwaltungsgebühr von 10 € bezahlt. Dort nimmt die Mitarbeiterin das Papier entgegen und gibt es über eine Durchreiche in einen Nebenraum, wo eine weitere Person den Beglaubigungsstempel draufmacht. Dann wird das Papier durch die Durchreiche zurückgegeben. Man erhält die beglaubigte Urkunde und geht.

Das Verfahren ist derart löchrig, dass ich hinterher schreien wollte: Geht’s noch? Mag ja sein, dass ich beruflich da etwas vorbelastet bin, aber das hier lädt zum Missbrauch ja geradezu ein:

Die noch nicht beglaubigte Kopie wird von einem Amtsfremden transportiert. Das ist ein unsicherer Kanal, ich gehöre nicht zur Vertrauensdomäne der Amtsmitarbeiter. Niemand kontrolliert, ob die Kopie, die ich in die Hand bekommen habe, dieselbe ist, die ich hinterher zum Beglaubigen abgebe, niemand prüft, ob ich nicht eine von zu Hause mitgebrachte Fotokopie weitergebe. Wenn man sich zum Beispiel andere Eltern oder ein anderes Geburtsdatum verpassen möchte, kann man eine Kopie zu Hause vorbereiten und zum Beglaubigen unterschieben.

Ich weiß ja nicht, was ich mit einer solchen Urkunde machen kann. Könnte ich mich damit in einer anderen Stadt anmelden, wenn ich vorgebe, meinen Ausweis verloren zu haben? Oder wird da auf anderen Ebenen geprüft?

Dabei könnte man dieses Leck so einfach schließen: Die Person, die kopiert, macht auch den Authentizitätsstempel auf das Papier. Fertig. Damit nicht jeder Mitarbeiter in der Registratur eine eigene Kasse führen muss, kann man den Prozess so ändern, dass zuerst bezahlt und nur gegen Quittung beglaubigt wird. Gelöst.

Qualitätsjournalismus

Beim kurzen Blättern durch das Hamburger Abendblatt fällt heute folgendes Bild auf:

fotoexperten

Lasst uns kurz überlegen, welche TittenKriterien so ein Fotoexperte wohl so ansetzt, um ein Bild zu bewerten.Haut Fleisch Ich komm nicht drauf. Ihr? Möpse

Logoklau beim LVR

Ab und zu frage ich mich ja, was manche Leute sich wohl dabei gedacht haben. In irgendwelchen Situationen.

Man versetze sich in den Kopf eines Grafikdesigners, der vom Landschaftsverband Rheinland den Auftrag bekam, sich ein neues Logo für den Landschaftsverband Rheinland auszudenken. Irgendetwas Freundliches, und bunt soll es auch sein. Am besten etwas, in dem auch der Rhein als Namenspatron auftaucht.

Kriegen wir hin, dachte sich der Profi und erblickte auf seinem Bildschirm links unten eine Vorlage, die man ja nehmen kann. Das Ergebnis ist ungefähr überall da zu sehen, wo LVR draufsteht: Auf der Website, auf dem T-Shirt, auf dem Stoffbeutel und als Klebetattoo auf der Hand des Neffens der Freundin. Es sieht so aus:

lvrlogo.de

Sieht der Vorlage ja doch ein wenig ähnlich:

findericon

Solche geklauten Logos gibt es ja allerorten, besonders geklaute Apple Logos gibt es zuhauf. Ich frage mich: Wie kann man nur auf die Idee kommen, dass eine gute Idee ist, so blatant ein Logo zu klauen und als Haupterkennungsmerkmal einer großen öffentlich-rechtlichen Körperschaft vorzuschlagen? Das muss doch klar sein, dass man sich damit auf ziemlich dünnes Eis bewegt. Und wie kann eben diese Körperschaft so etwas durch alle Hierarchieebenen winken und verabschieden, ohne mal jemanden drauf schauen zu lassen, ob das rechtlich abgesichert ist? Reality Check, irgendjemand?

Aber auf mich hört ja keiner.

Das ist aus den Achtzigern geworden

Stell Dir vor, es ist Krieg…

Und Alle so: “Yeaahh”

Neu entdeckt: Living With The Infidels

Rezza: She’s an infidel!
Abdul: I bet she’d be a great tit fuck.

Wer gerade mal eine gute halbe Stunde Zeit hat, aufgeteilt in bislang 5 Häppchen, kann mal ganz schnell rüberschauen bei Living with the Infidels. Eine britische Comedy über eine Gruppe junger Männer, deren Ziel es ist, möglichst schnell 72 Jungfrauen abzukriegen. Wie man das am besten macht? Als Selbstmordattentäter. Schade nur, wenn Nachbarin Abi schonmal andeutet, wie das im Paradies wird — allerdings mit unversehrten Genitalien!

Ist makaber, schon klar, aber ein ziemlicher Spaß. Muss man nicht mögen, aber reingeschaut zu haben schadet auch nix. Ist Englisch ohne Untertitel. Aus Yorkshire. Nicht ganz leicht zu verstehen, aber ein (haha) Heidenspaß.